Das Gebet des Agur (erscheint Juni 2021)

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Das bisher eher unbemerkte Gebet des Agur hat es wahrhaft in sich!

Agur bittet um zwei Dinge:

Gott, zwei Dinge erbitte ich von dir, verweigere sie mir nicht, bevor ich sterbe.  Bewahre mich davor, andere zu belügen oder zu betrügen. Und lass mich weder arm noch reich werden, sondern gib mir gerade so viel, wie ich brauche.

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Beschreibung

Gebet des Agur

Es ist genug! Raus aus der Lebenslüge.

Heiko Bräuning

Agur bittet um zwei Dinge:

Gott, zwei Dinge erbitte ich von dir, verweigere sie mir nicht, bevor ich sterbe.  Bewahre mich davor, andere zu belügen oder zu betrügen. Und lass mich weder arm noch reich werden, sondern gib mir gerade so viel, wie ich brauche.

 Die Summe der Erkenntnis, der Lebensweisheit: die Lüge und das Gefühl, des Zu-kurz-Kommens als eklatantes Lebensübel und Ursache, das wir Durchschnitt bleiben.

Wer lügt, befindet sich auf der Flucht. Auf der Flucht vor dem, was wirklich glücklich machen würde. In Selbstlüge und durch Selbstbetrug erschaffen sich viele von uns eine Welt mit einem vermeintlich sicheren Gefüge, das doch ein absolut instabiles System ist, jederzeit anfällig, zusammenzubrechen. Es treibt uns ständig dazu, aufrechtzuerhalten: das nur ja nichts an die Oberfläche kommt. Das nur ja nicht die Wahrheit ans Licht kommt. Jeder fühlt den Betrug, jeder spürt die Lüge, und doch ist eine große Scham da, die uns hindert, ehrlich und offen zu sein.

Was wäre, wenn wir radikal ehrlich würden… Und dadurch über uns hinauswachsen.

Das Gefühl, zu wenig zu haben, ungenügend zu sein, zu kurz zu kommen, ist die Ursache von Neid, von Streit, von Kleinkriegen und Weltkriegen. Die Angst, zu kurz zu kommen, scheint uns in die Wiege gelegt zu sein. Der Erstgeborene muss plötzlich die ganze Aufmerksamkeit und Zuneigung teilen, wenn das Geschwisterkind zur Welt kommt. Teilen zu müssen, um etwas kämpfen zu müssen, sich behaupten zu müssen, es zu etwas bringen, bringt Brüche, Enttäschungen und Verletzungen mit sich. Die Unzufriedenheit ist der Stachel in uns allen. Und das Gift, das alles vergiftet. Wenn sich der jüdische Mensch „shalom“ wünscht, zuruft, grüßt, dann heißt das: „ich wünsche dir, dass du genug hast“. Und „ich wünsche dir das Gefühl, genug zu haben und zu sein, und niemals den Eindruck, zu kurz zu kommen.

Was wäre, wenn wir zutiefst zufrieden würden… und dadurch zu uns finden.

Interessant ist, das beides zusammengehört: lügen tut, wer den Eindruck hat, zu kurz zu kommen. Betrügen tut, wer Angst hat, zu kurz zu kommen. Sich selbst in die Tasche zu lügen tut der, der Angst, wesentliches zu verpassen.

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